Ausstellungen
Coburger Märbelmühle
Im Naturkunde-Museum Coburg befinden sich die letzte thüringisch-fränkische Märbelmühle sowie eine große Sammlung mit Märbeln (auch Murmel, Schusser oder Klucker genannt).
Die Herstellung dieser Kugeln war einer der bedeutendsten Industriezweige in Südthüringen und im Coburger Land und konzentrierte sich an den Oberläufen der Flüsse Werra, Grümpen, Effelder, Itz, Lauter und Steinach. In diesem Gebiet steht der Muschelkalk an, dessen Kalksteine den Rohstoff für die Märbelherstellung lieferten.
Die Märbelindustrie wurde Mitte des 18. Jahrhunderts möglicherweise von Emigranten aus Salzburg eingeführt und erreichte um 1800 ihren ersten Höhepunkt, als man die Märbel als Schrot für Schiffsgeschütze exportierte. Bis 1890 stieg die Zahl der Märbelmühlen auf über 70. Mit dem ersten Weltkrieg kamen fast alle Märbelmühlen zum erliegen. Die letzten arbeiteten in den dreißiger Jahren.
Märbelmühle
Märbel-Herstellung
Roher Muschelkalk
... wird gespalten,
... zu Würfeln geschlagen,
... zu Kugeln geschliffen,
... gefärbt und poliert
und in Säcken verpackt, versandt.